Wasserturm Kent

Vom Relikt zum Wohnhaus: Ein Wasserturm wird zu einem minimalistischen, fünfstöckigen Wohnhaus.

Entlang einer langen Straße, die nach Dover in Kent führt, steht ein verlassener Wasserturm inmitten alter Wälder und mit Blick auf Weiden. Er wurde von einem phantasievollen Unternehmer ersteigert, doch seine Umnutzung als Wohnhaus war zuvor von der örtlichen Planungsbehörde abgelehnt worden.

Die OGA wurde aufgrund ihrer wachsenden Erfahrung im Bereich des Kulturerbes beauftragt, das Projekt neu zu bewerten.

Der Turm wurde informell als nicht denkmalgeschütztes Objekt betrachtet und als Teil einer typologischen Studie betrachtet, die sich auf die Arbeit von Bernd & Hilla Becher stützt. Typologische Merkmale wurden identifiziert und in einem Vorschlag für eine Wohnung interpretiert.

Es handelt sich dabei um ein verstreutes, zweckmäßiges Fensterkonzept in einer anonymen, verputzten, sich verjüngenden Röhre.

Der kreisförmige Grundriss, der sich über fünf Stockwerke einschließlich des Erdgeschosses erstreckt, ist auf den unteren Ebenen in Viertel und in der Mitte in Hälften unterteilt, und oben nimmt ein 360°-Penthouse-Wohnbereich den Raum ein, der zuvor von der Trommel eingenommen wurde.

Die Form soll gegenüber dem bestehenden Gebäude unverändert bleiben, wobei auch der unaufgeregte Umgang mit Details und Materialien beibehalten werden soll. Der Schwerpunkt liegt auf der Lesbarkeit der früheren Nutzung des Turms.

Auch das Innere soll schnörkellos sein, aber besser verarbeitet als das Äußere, mit Holz, gewebten Stoffen und Sichtbeton.

Die Wohnung wird ein Balanceakt zwischen Ökologie, Nachhaltigkeit und Denkmalschutz sein.

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